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Mabel González Trio (Uruguay / Argentinien)

Mabel González Trio (Uruguay / Argentinien)   Als Musiker-/In gekennzeichnet


Tango vom Rio de la Plata

Der Tango ist Leid, das man tanzen kann... Geboren in den Hafenvierteln und Slums am Ufer des Rio de la Plata, tanzten ihn die Näherinnen und Dienstmädchen, die Gelegenheitsarbeiter, die Prostituierten... die Zuhälter, jene Mischung verlorener Abenteurer, die dem Elend und den Kriegen Europas entflohen waren. Von ganz unten kam der Tango - er war Leid, das man tanzen kann - melancholisch und wütend, voller Sehnsucht und Revolte.
Nach Europa kam der Tango im Frack, als Gesellschaftstanz der besseren Schichten. Seine Lieder erzählten von Liebesleid und Verrat, Tragödie und Herzensschmerz.
Ein Jahrhundert mußte vergehen, bis der Tango wieder zu seinen Wurzeln fand: Heute wird der Tango in Buenos Aires und Montevideo wieder auf den Straßen getanzt, auf den Plätzen der Stadt, gegen die Krise, die Verzweiflung, aus Wut und gegen die Einsamkeit.
 
Mabel González und ihre Musiker entführen uns in die Welt des Tango, der leidenschaftlich und ironisch, wütend und rebellisch sein kann. Sie wecken  die Geschichten von Liebe und Verlassenwerden zum Leben, die Nostalgie der Emigranten, deren Augen auf die andere Seite des Ozeans gerichtet bleiben, ...  und manchmal einen sauren Humor „über uns, diese Bewohner des Rio de la Plata“.

Mabel González, geboren in Tupambaé, Uruguay, Sängerin und Schauspielerin, absolvierte ihr Schauspiel-studium im „Teatro del Pueblo“ in Montevideo. Sie spielte in verschiedenen Theatergruppen ihres Landes und arbeitete in Italien, Großbritannien, Frankreich, Belgien, der Schweiz, Schweden und natür-lich in den Niederlanden, wo sie seit über 25 Jahren ihren Wohnsitz hat.
In Montevideo, in Turin (Italien) und in Dordrecht (NL) nahm sie Gesangsunterricht. Viele Jahre lang trat sie mit südamerikanischer Musik auf verschiedenen europäischen Festivals auf und gewann 1972 die Goldmedaille auf dem “Festivale Internazionale del Folklore” in Ceriale (Italien).
Es folgten Exkursionen in verschiedene Musikrichtungen, wie: Salsa, Musik des Kongo (Zaire) und spanische Musik. Im Jahr 1980 brachte sie weltweit zum erstenmal das Gedicht „Y despues“ des spanischen Dichters F. Garcia Lorca auf die Bühne, mit Musik des niederländischen Komponisten Louis Andriessen (der be-kannteste Komponist moderner klassischer Musik in den Niederlanden).
1987 entschied sie sich endgültig für die Musik ihres Landes: den TANGO. Sie gründete die Gruppe Tupambaé und trat in Radio- und Fernsehprogammen in Holland auf.

1995 wurde Mabel González vom Präsidenten der “Academia Nacional del Tango’’ (Uruguay), dem Dichter Horacio Ferrer, zur “Académica del Tango” ernannt. 1996 sang sie auf dem “Tercera Cumbre del Tango”, dem III. internationalen „Gipfel des Tango“ in Montevideo, und 1998 auf dem “Cuarta Cumbre del Tango”, dem IV. Weltgipfel in Lissabon.

Im Februar 2000 erschien ihre CD “La Noche del Rio de la Plata”, eine der ersten in Europa aufgenommenen super-audio CD’s. Im Rahmen des Projektes „Musik der Welt in den Niederlanden“ wurde die CD von “Radio Nederland Wereld Omroep” weltweit an mehr als 1000 Radiostationen verteilt. Im November 2000 wählte der WDR (West-Deutscher Rundfunk) „La Noche del Rio de la Plata“ zur CD der Woche. - Ihre Musik wird in einen Dokumentarfilm über den Tango aufgenommen, einer Gemeinschafts-produktion von sechs Fernsehsendern aus der BRD (ARD, ZDF), Österreich und der Schweiz.

Mabel González - Sängerin
Hernán Ruiz - Gitarre
Dario Polonara - Bandoneon


VideoMabel González Trio (Uruguay / Argentinien) @ Youtube-www.youtube.com/watch?v=157EgvxIPX4 www.youtube.com/watch?v=157EgvxIPX4



Das Profil wurde angelegt am [2013-01-17 15:24:59] durch Autor 5, zuletzt geändert [2013-08-23 13:09:42] durch Letzter Editor 3


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