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Bassem Hawar

Bassem Hawar   Als Musiker-/In gekennzeichnet


Oriental String Music

D - Köln

Email bassemhawar@yahoo.de

Bassem Hawar  studierte am Konservatorium in Bagdad irakische und orientalische Musik mit Hauptfach Djoze. An der Universität studierte er außerdem Geige und Musikwissenschaft. Mehrere Jahre lang unterrichtete er am Konservatorium und an der Musikschule in Bagdad Djoze, Geige und Musiktheorie. Er spielte in verschiedenen, dem Kulturministerium unterstellten Formationen, wie Al Bayariq, Al Nahar al jadid, Babel und dem staatlichen Sinfonieorchester. Bassem lebt seit 2000 in Deutschland und hat sich in der freien Musikszene etabliert. Er ist Mitbegründer der Ensembles Lagash, Ahoar und Sidare, mit denen er in zahlreichen europäischen und einigen asiatischen Ländern konzertierte. Ahoar gewann 2006 den 1. Preis beim Landeswettbewerb Creole NRW und im folgenden Jahr den Bundeswettbewerb des Weltmusikpreises.
Bassem spielt aktuell in zahlreichen Gruppen unterschiedlichster Musikrichtungen von klassisch irakischem Maqam (Duo Melodic, Mesopotamiens) über europäische mittelalterliche Musik (Sanstierce, La Beltatz) bis hin zu Flamenco (Trio Ziryab), neuer Musik und experimentellem Jazz (Crossover Bagdad Köln).


Nouruz Ensemble
Das 2018 von Bassem Hawar gegründete Nouruz-Ensemble besteht aus fünf Virtuosen, die in ihren Heimatstädten Bagdad, Aleppo und Teheran die alten orientalischen Instrumente Djoze, Santur, Nay, Duduk, Qanun und verschiedenen Trommeln studiert haben und heute in Deutschland leben und musizieren. Sie spielen auf ihren uralten Instrumenten  nicht ausschließlich orientalische Musik, sondern haben in Deutschland viel ausprobiert und mit Gruppen unterschiedlichster Musikrichtungen zusammengespielt.  Mit der Gründung des Nouruz-Ensembles möchten die Musiker eine zeitgenössische orientalische Kunstmusik  jenseits des seit Jahrhunderten nahezu unveränderten Maqam und der ägyptisch geprägten Popmusik schaffen. Sie teilen die Auffassung, dass dies nur im europäischen Exil und nur im Kontakt zu anderen Musikkulturen möglich sei. Nur hier  können die alten Instrumente vor dem Aussterben gerettet werden, können zeitgenössische Kompositionen entstehen, die  an die klassische arabische Tradition anknüpfen, aber einen veränderten Blick auf die eigene Kultur spiegeln und Einflüsse aus  anderen Musikkulturen nicht fürchten sondern begrüßen.  Nouruz  - das ursprünglich kurdische aber im gesamten arabischen Raum gebräuchliche Wort für Frühling, steht als Name des Ensembles für erste zarte Triebe einer solchen neuen orientalischen Musik.  Das Instrumentalensemble arbeitet projektweise mit Sängerinnen und Sängern aus dem arabischen und europäischen Kulturkreis zusammen. In den Konzertprogrammen werden orientalische Neukompositionen mit Musik westlicher Stilrichtungen unter einem gemeinsamen thematischen Aspekt kombiniert. 
www.nouruzensemble.de

Crossover Bagdad Köln
In Crossover Bagdad Köln spielen die beiden Künstler gleich mehrere exotische Instrumente und präsentieren so ihre eigenständige Musik. Die Seidenstraße brachte das Streichinstrument aus Indien über den arabischen Raum nach Europa. Die Abbildungen der verschiedenen Instrumente, die entlang der Seidenstraße gespielt wurden und heute noch werden, füllen ein ganzes Buch. Hier treffen sich nun zwei Musiker aus Bagdad und Köln und spielen auf verschiedenartigsten Streichinstrumenten ihrer jeweiligen Kultur. Dabei kreieren sie eigene syntopische Musik auf der Basis der Spurensuche ihrer jeweiligen musikalischen Heimat, beseelt von ihrer Reiselust. So verwandt  ihre Tonerzeugung sein mag, so unterschiedlich ist ihr Klang, ihre Ornamentik und ihre musikalische Sozialisation. So begegnet sich archaisches ebenso wie klassisches und zeitgenössisches aus Orient und Okzident.

Trio Ziryab
Der Name des Trios wurde durch das Leben des Musikers und Gelehrten Abu l-Hasan ‘Ali Ibn Nafi‘ (789-857) alias Ziryab inspiriert, der seinerzeit von Bagdad im Irak nach Cordoba in Spanien ( Al Andalus) reiste, dort die traditionelle altarabische Musik weiterentwickelte und so einen Grundstein für die andalusische Musik legte. Im Trio Ziryab treffen Flamenco Gitarre und Djoze aufeinander. Klassische Elemente aus Flamenco, arabischer und moderner Musik finden in den Kompositionen eigene Ausdrucksformen und spiegeln die Lebenswege der Musiker wider.
In ihrer Musik verschmelzen Moderne und Tradition des Abend- und Morgenlandes.
https://www.facebook.com/Trio-Ziryab-642852859153357/?fref=ts

 
Ensemble Beltatz
La Beltatz“ – okzitanisch für „Schönheit“ – wurde von den Trobadors und Minnesängern des Hochmittelalters besungen. Beltatz stand für die Schönheit des höfischen Lebens und der ritterlichen Umgangsformen, der Musik, der Dichtkunst und der Wissenschaft. Diese Blüte der europäischen Kultur entwickelte sich erst durch den regen Austausch mit dem fortschrittlicheren Orient: Kontakte auf den Handelswegen und Kreuzzügen, importiertes Wissen nicht zuletzt von fahrenden Musikern. Durch die arabische Musik – die arabeskenhaften Verzierungen, Rhythmen, Modi und neuartigen Musikinstrumente – wurde die Musik des Okzidents maßgeblich beeinflusst. Das Ensemble Beltatz bewegt sich auf den Spuren dieser kulturellen Gemeinsamkeiten: Das derzeitige Programm „Von Weihrauch und Myrrhe“ präsentiert klassische arabische Musik – als noch heute im Nahen Osten und der Türkei lebendige Tradition - und mittelalterliche Instrumentalmusik, Pilger- und Kreuzfahrerlieder.
Arabische Streichinstrumente,  arabisch beeinflusste Zupf- und Flöteninstrumente sind die Säulen des Ensembles, spielen rein instrumental und begleiten den Gesang.
www.beltatz.affettomusicale.com

 
Duo Melodic
Die Brüder Saad und Bassem Mahmood gründeten 1997 in Bagdad das fünfköpfige Ensemble „Melodic“, mit dem sie bis 1999 im Irak konzertierten. Seit 2002 spielen Saad und Bassem, die inzwischen in Bahrain und Deutschland leben, als „Duo Melodic“ zusammen und können auf Konzerte in Jordanien, Bahrain, Frankreich und Deutschland zurückblicken. Beide Künstler haben auf ihren alten orientalischen  Instrumenten, dem Oud und der  Kniegeige Djoze moderne Spieltechniken entwickelt und perfektioniert. Sie transportieren  in ihrem gemeinsamen Programm, die alte orientalische Musik in einen modernen Kontext. Ihre Kompositionen sind inspiriert von südirakischen Volksliedern, klassischem Maqam, persischen und türkischen Klängen, deren Seele sie bewahren möchten.


Ensemble Sanstierce
Maria Jonas, Dominik Schneider und Bassem Hawar trafen sich 2014 im Kölner Zentrum für alte Musik und gründeten das Ensemble SANSTIERCE. Alle drei sind ausgewiesene Spezialisten der modalen Musik.  Die beiden Deutschen versuchen die Musik des Mittelalters, welche  größtenteils mündlich überliefert und kaum notiert wurde, wieder zum Leben zu erwecken – das Anliegen des Irakers ist es, die arabische Musik mit Zentrum Bagdad, die ebenfalls aus dem Mittelalter stammt und bisher  mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurde, nicht sterben zu sehen.  Fuhren noch vor wenigen Jahren westliche Musiker in die arabischen Länder, um dort vor Ort und ganz nah am Original zu sein, trifft man sich heute in Köln…oder Berlin,  Paris oder London. Aber nicht mehr in Bagdad, Kairo, Teheran oder Damaskus.
www.sanstierce.de

 
 




 




HomepageBassem Hawar @ www.bassemhawar.com www.bassemhawar.com

Das Profil wurde angelegt am [2019-03-25 17:55:11] durch Autor 5, zuletzt geändert [2019-03-25 18:26:38] durch Letzter Editor 5


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