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Veranstaltungsart: Konzert/Veranstaltung

Eventeintrag OK Di. 22. Sep. 2020, 19:30 | Konzert/Veranstaltung

Titel: Haratago (Baskenland/ Frankreich)
Veranstalter: Stadt Hamm - Kulturbüro [Heike Bednarz]
Coronaschutz-Bedingungen: tagesaktuelle Infos beachten
Programm: Neue Hirtengesänge aus den Pyrenäen
  
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Haratago (Baskenland/ Frankreich)
Youtube Video NCzFI2871cw NCzFI2871cw
Haratago (Baskenland/ Frankreich)

Die Formation Haratago besteht aus vier französischen Musikern, die aus den Bereichen Folk, Jazz, Alte Musik und Zeitgenössische Musik kommen. Auf dieser Basis gehen sie gemeinsam in ihrem neuesten Projekt das altüberlieferte Liedrepertoire der Basa Ahaide aus dem französischen Baskenland auf so innovative und gleichzeitig hochsensible Art mit klangmalerischem Gesang und Instrumenten an, wie es die Tradition nie gekannt hat. Mit ihren zeitgenössisch arrangierten Liedern nimmt Haratago das Publikum mit auf eine faszinierende Reise in die baskische Bergwelt.
Die Basa Ahaide sind naturverbundene Lieder der wilden Bergwelt, die bereits von den Urahnen gesungen wurden, den Hirten im Arbailles-Gebirge und in der weiteren Umgebung der Berge von Soule, welches die kleinste der sieben historischen Provinzen des Baskenlandes ist bzw. eine der drei ehemaligen Provinzen in dessen französischem Teil, welcher aktuell zum Département Pyrénées-Atlantiques gehört. Ganz ohne Worte beschreiben die Basa Ahaide, als wahre Kalligraphien des Klanges, den Flug des Adlers, des Bartgeiers oder der Dohle und erzählen vom Entzücken und der Demut des Menschen vor dem unglaublichen Ausmaß der Natur. Aber auch den Tanz Goret läßt Haratago anklingen, den Tanz der Ehre. Die Basa Ahaide erfordern Atem sowie eine ruhige und tiefe Kraft, mit der man sich den Gipfeln nähert. So werden diese „langen Lieder“ zum Leben erweckt, unter denen die schönsten Melodien sind. Ursprünglich wurden die Basa Ahaide immer solo und A cappella gesungen, d.h. ohne instrumentale Begleitung.
Julen Achiary lernte auf seinen Reisen durch die Begegnung mit Musikern aus der Türkei und Aserbaidschan aber dann, daß lange Lieder, so wie es bei anderen Völkern üblich ist, auch grenzenlos auf Instrumenten mit Rhythmus eingeübt werden können. Danach traf er in Toulouse auf seinen Kollegen Bastien Fontanille. Dieses Treffen führte zu verschiedenen Projekten, unter anderem zu „Basa Hats“, indem die beiden mit der Souletine-Sängerin Maddi Oihenart zusammen arbeiteten, durch die sie Basa Ahaide entdeckten. In Haratago entwickelten sie die baskischen Lieder danach weiter. Dank ihrer noch nie dagewesenen Orchestrierung bringt das Quartett die Basa Ahaide nun auf eine neue Ebene, ohne daß dabei etwas von ihrem Wesen verlorengeht.
 
Der 1987 in Bayonne geborene Julen Achiary zählt zur Generation der baskischen Musiker, die sich bereits in der Welt bewährt haben. Seit seiner Kindheit hält er seinen Dialog mit der ihn prägenden Kultur des Baskenlandes. In Kontakt mit den Souletine-Sängern, den Sängern aus Soule, lernte er die Liebe zum Lied an sich und zu den Basa Ahaide im Besonderen, aber auch, daß es keine erstarrte Musik ist, sondern sich im Gegenteil zur Öffnung eignet und der Übermittlung dient. Mit der Liebe zur Musik in seinen Adern und auf der ständigen Suche nach Klängen und Rhythmen, reiste Julen Achiary durch die Welt und lernte die Musik verschiedener Kulturen kennen. In  der Türkei stellte er schließlich Verbindungen zwischen der Musik Anatoliens und jener der Arbailles Souletines her.
Bastien Fontanille beschäft sich seit seiner Kindheit eher mit populärer Musik und ihrer mündlichen Übermittlung. Heute arbeitet er zwischen Lot und der Region Toulouse als Multiinstrumentalist mit Drehleier, Akkordeon, Banjo u.a. Instrumenten und widmet sich vor allem traditionellen Spielmodi. Sein Durchmarsch durch das baskische Musikprogramm Breizh Academi mit Érik Marchand, gab ihm Gelegenheit, die Modalität in der traditionellen Musik Frankreichs zu studieren und sich in die damit verbundenen spezifischen musikalischen Temperamente zu vertiefen. Ausgehend von diesen Lehren und seinen vielfältigen Erfahrungen erfindet er für sich bei Haratago einen Platz im Orchester, der mit samtigen Borduntönen, kraftvollen und anhaltenden Rhythmen im engeren Sinne über die Begleitung hinausgeht.
 
Jordi Cassagne spielt bei Haratago Violone, bekannt aus der Alten Musik als Brückeninstrument zum Kontrabass aus der Familie der Gambe oder Kniegeige, entstanden wahrscheinlich im 15. Jahrhundert in Spanien und oft von J.S. Bach in seinen Kompositionen eingesetzt. Nach seinem Master-Abschluß am Königlichen Konservatorium in Den Haag als Jazz-Kontrabassist, begann Jordi Cassagne ein weiteres Studium in der Violine- und Barock-Kontrabass-Klasse am Königlichen Konservatorium in Brüssel. Bei Haratago läßt er sich nun leidenschaftlich mit all seinen Fertigkeiten auf die traditionelle Musik der Basken ein.
Nicolas Nageotte ist ein gefragter Klarinettist und Saxophonist in der klassischen und zeitgenössischen Musikwelt, spielt aber auch verschiedene traditionelle Blasinstrumente, wie die türkische Klarinette Klarnet und die oboenähnliche Doppelrohrblattinstrumente Duduk und Zurna aus dem osmanischen Kulturraum. Seit 2010 und vielen Aufenthalten in Istanbul widmet sich der Franzose  türkischer Musik und der Zigeunermusik aus der Landschaft Thrakiens, die von der Türkei über Griechenland bis Bulgarien reicht. Bei Haratago entlockt er der Klarnet und Duduk springende Klänge der Freude, strahlt verwirrende Süße aus oder produziert Geräusche, als habe er Wasser im Mund oder als würde sich betrinken. Dazu führt er einen ständigen Dialog zwischen seinem Instrument, seiner Stimme und seinem Atem.   
Im Zusammenspiel mit Haratago kreuzen und verflechten sich in magischer Weise die Stimme von Julen Achiary, der Violone von Jordi Cassagne, die Klarnet und Duduk von Nicolas Nageotte und die Drehleier, das Banjo und die Amboès-Oboe aus Quercy von Bastien Fontanille. Jeder von ihnen wird der Reihe nach Adler oder dessen verstohlener Schatten. Das Quartett führt die wunderschönen melancholischen und mystischen Basa Ahaide in die Gegenwart, öffnet sie wie die Blüte einer großen Distel, indem es die Melodien mit Rhythmen wässert und mit tausend Essenzen parfümiert.
 
Julen Achiary - Gesang 
Nicolas Nageotte - Klarnet (Türkische Klarinette), Duduk
Jordi Cassagne - Violone (Bass Viola da Gamba)
Bastien Fontanille - Drehleier, Banjo, Amboès (Oboe aus Quercy)


externe Webseite www.haratago.site
externe Webseite www.facebook.com/pg/Haratagoarranoa/about/




Pauluskirche
Pauluskirche
Anschrift:
D 59065 Hamm
Marktplatz 16

Das Konzert findet unter den geltenden Coronaschutz-Bedingungen statt:
Begrenztes Publikum von ca. 50 Zuschauern auf Sitzplätzen mit Abstand.
Datenerfassung der Besucher für Nachverfolgbarkeit.
Abstand zwischen Künstlern und Publikum.
Die Kirche wird NICHT beheizt sein, da Umluftheizung
(Bitte beim Konzertbesuch unbedingt warm anziehen !)
Verkürzte Spieldauer der Künstler ca. 45 Minuten.
Kartenvorreservierung ist nicht erforderlich.

Bitte beachten Sie, dass es zwei Konzerte (Beginn um 18.00h und um 19.30h) gibt, sodass insgesamt max. 100 Zuschauer das jeweilige Ensemble live erleben können.

Bitte tagesaktuelle Infos beachten
bzw. beim Kulturbüro Hamm nachfragen (Tel. 02381.175551)



Email kirchengemeinde-hamm@kirchenkreis-hamm.de
Externe Webseite www.evangelische-kirchengemeinde-hamm.de/orte/pauluskirche/


Event angelegt am [2020-07-14 15:46:40] durch Profil Autor, zuletzt geändert [2020-07-14 15:54:23] durch Profil letzter Editor



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