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Winds of Aral Sea (Zentralasien)

Winds of Aral Sea (Zentralasien)   Als Musiker-/In gekennzeichnet


Epengesang aus Karakalpakstan

Bakhshi Sänger und seltener auch Sängerinnen sind berühmt für eine einzigartige Epentradition, die bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht. Ihre Heimat ist die uralte Kulturregion Karakalpakstans um den Aralsee in Zentralasien.

Die Musikerinnen gehören zu einer Gruppe junger Musiker*innen aus Nukus, der Hauptstadt der Autonomen Republik Karakalpakstan, die es sich unter dem Namen „Winds of Aral Sea“ zur Aufgabe gemacht hat die traditionnelle Epentradition der Region lebendig zu halten und zu erneuern. Ihr Gesang ist stark geprägt von der Unterton- und Oberton-Technik. Sie treten hauptsächlich solistisch auf und begleiten sich selbst auf einem Instrument. , um die alten Epen musikalisch zu erzählen, die sich über Generationen von Meister zu Schüler tradiert haben. Sie kombinieren die alten vokalen und instrumentalen Formen in ihrem persönlichen zeitgenössischen Stil.
Bakhsi Azada Qarlibaeva begeisterte sich schon in ihrer frühen Kindheit für Musik und war bei Schulveranstaltungen aktiv. Niemand in ihrer Familie war Musiker oder Musikerin. Aber ihre Familie unterstützte immer ihr Studium an einer auf traditionellen Epengesang spezialisierten Musikakademie. Dort hat sie dieses Musikgenre mit wichtigen Meistern gelernt, wie auch das solistische Spiel auf der „Olamo’ynoq dutor“, dem traditionelle Lauten-Instrument. Derzeit bereitet sie sich auf den Abschluss an der Musikakademie vor.  
Obwohl noch jung, ist sie bereits jetzt als „Bakhshi“, als Meisterin des traditionellen Epengesangs der Region Karakalpakstan anerkannt und verfügt über ein großes Repertoire der mündlich überlieferten Epen dieser Region, die sie mit Feinheit und persönlicher Interpretation vorträgt: Qara jorģa, Sayra dutor, Nama basi, Si perde, Aruxan, Beyish, Eshvoy, Xoshimpolvon, Muxalles, Nalish, Jetti asirim, Avaz uylangan, Arab Rayxan, Go'rug'li, Adingnan, Bazergen und weitere.
Azada hat an zahlreichen Musik-Wettbewerben teilgenommen und wurde mehrfach ausgezeichnet:
2017 belegte sie den zweiten Platz des „Muhiddin Kari-Yakubov Wettbewerb“ für traditionelle Musik in Nukus, der Hauptstadt der Autonomen Region Karakalpakstan am Aral See und gewann auch den ersten Preis beim dortigen Jugend-Kreativ-Festival „Kamalak yulduzlari Baxshichilik (Regenbogensterne der Bakhshi).
2018 wurde sie mit dem ersten Preis beim regionalen Wettbewerb „Esjan baqsi rpaqlari“ ausgezeichnet. 2020 belegte sie den zweiten Platz beim Wettbewerb „Baxshilar, jirovlar va oqinlar“ (Wettbewerb der Troubadoure Bakhshi, Jirov und Aqin) und wurde als „Beste Sängerin des Jahres“ der Region Karakalpakstan geehrt. 2021 nahm sie am „Internationalen Bakhshi-Kunst Festival“ in Usbekistan teil. 2022 nahm sie am Festival anlässlich des 105. Geburtstag des legendären Epensänger Ayimkhan Shamurodova in Karakalpakstan teil.
Sie ist eine der wenigen Künstlerinnen, die sowohl höchste Anerkennung für ihre musikalisch-künstlerischen Arbeiten zur Karakalpak-Kultur in der Region erfährt, wie auch bei ihre internationale Auftritten. 

Gumisay Berdikhanova ist eine von nur zwei Musikerinnen in Karakalpakstan, die die viersaitige Ghirjek (Karakalpak Name der Stachelgeige Ghichak) spielt. Sie ist „Shogird“ (persönliche Schülerin) des Meistermusikers Ghairatdin Otemuratov. Als Studentin am Staatlichen Kunstinstituts von Usbekistan in der Außenstelle in Nukus studierte sie in der Abteilung für Folk und Ethnographie bei Gulbahar Ahimbetovat. Unabhängig vom Studium ist sie Shogird oder Meisterschülerin des Ghichak-Meisters Ghairatdin Otemuratov. 2014 gewann sie den ersten Preis beim „Muhiddin Kari-Yakubov Wettbewerb“ für traditionelle Musik in Nukus.
Sie gehörte 2018 zum Projekt Qyrq Qyz (Forty Girls), der Film und Konzertproduktion des AKMI unter der Leitung von Saodat Ismailova und Dmitri Yanov-Yanovsky, mit der sie in Europa und den USA auf Tournee auftrat u.a. University of Massachusetts (Amherst, Massachusetts), Harvard University (Cambridge, Massachusetts), Boston Conservatory (Boston, Massachusetts), Brooklyn Academy of Music (New York, NY) und sowie in Paris (Frankreich) und im Konzerthaus Dortmund (Deutschland).
2019 erhielt sie ein Diplom für ihre aktive Teilnahme am Festival „Internationale Bakhshi-Kunst“ in Termiz und ist eine gefragte Musikerin bei TV und Radio-Produktionen in Zentralasien.

Bakhshi Azada Qarlıbaeva - Gesang, Olamo’ynoq Dutar (Laute)
Gumisay Berdikhanova - Ghirjek (Stachelgeige)


Zur ökologischen Katastrophe des Aralsees: 

SWR2 Radio-Bericht zum Nachhören: Wassermangel am Aralsee 04.04.2022

SWR2 Radio-Bericht zum Nachhören: Wasserknappheit - Deshalb ist der Aralsee verloren v. 2022 


RadiomitschnittWinds of Aral Sea (Zentralasien) @ youtu.be/2DcgDbjdmd0 youtu.be/2DcgDbjdmd0
VideoWinds of Aral Sea (Zentralasien) @ Youtube-www.youtube.com/watch?v=3wYrNYj-q-c www.youtube.com/watch?v=3wYrNYj-q-c


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Soundcloud Snippets youtu.be/vtVCIQBWAHc

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Das Profil wurde angelegt am [2020-03-08 19:08:10] durch Autor 5, zuletzt geändert [2022-08-28 17:12:24] durch Letzter Editor 5


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